Was können wir für Sie tun?
Beratung
Wechselwirkungen? Unverträglichkeiten? Welches rezeptfreie Medikament hilft mir? Wir beraten Sie gerne!
Rezept-Reservierung
Reservieren Sie Ihr Rezept per E-Mail!
Einfach Reservierung an uns schicken und Sie erhalten Rückmeldung wann Ihr Medikament zur Abholung bereit ist.
Fragen & Antworten
Sie haben allgemeine Fragen zu Medikamenten oder zu organisatorischen Abläuften in unserer Apotheke? Hier finden Sie die Antworten.
Kundenkarte
Kennen Sie schon unsere Kundenkarten?
Informieren Sie sich hier, welche Vorteile sie Ihnen bringt.
Geräteverleih
Oft werden medizinische Geräte nur für einen kurzen Zeitraum benötigt.
Wir haben eine Auswahl an Geräten zum Verleih.
Apotheken Notdienst
Plötzlich krank geworden?
Der Apotheken-Notdienst hilft Ihnen auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten.
Angebote und Aktuelles aus unserer Apotheke
Vorteile unserer Kundenkarte
Gesundheitsratgeber
Behandlungsplan mit KI

Nützlich für Fachleute?
Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht.
Elf Fälle getestet
Bei Krebs wird die Therapie meist in einem sogenannten Tumorboard festgelegt. Dort beraten Fachleute verschiedener Disziplinen gemeinsam über jeden einzelnen Fall. Ob künstliche Intelligenz diese Arbeit erleichtern kann, hat ein Team vom Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz nun untersucht. Die Forschenden gaben elf reale Krankheitsfälle von Hodenkrebs in das KI-Modell ChatGPT-5 ein und fragten nach Therapieempfehlungen. Das Modell sollte sich dabei an europäische Behandlungsleitlinien halten. Gleichzeitig bekamen drei Hodenkrebs-Spezialist*innen die gleichen Fälle vorgelegt, auch sie sollten einen Behandlungsplan vorschlagen. Anschließend verglichen drei weitere Ärzt*innen die Empfehlungen der KI und der Hodenkrebs-Spezialist*innen.
Teilweise Übereinstimmung
Im Ergebnis stimmte die KI in nur 70 % der Fälle in annehmbarer Weise mit dem Expertengremium überein. Wie zuverlässig ChatGPT war, hing dabei von der Behandlungsart ab. Therapien mit Chemotherapie empfahl die KI in 85 % der Fälle korrekt, eine Bestrahlung in 78 % der Fälle. Bei Operationen lag die Trefferquote allerdings nur bei 59 %. Positiv fiel auf, dass ChatGPT in etwa 4 von 5 Fällen erkannte, wenn wichtige Informationen fehlten.
Zuverlässigere Fachleute
Nach Meinung der Forschenden waren die Therapieempfehlungen des Expertengremiums zuverlässiger als die KI. Die Forschenden mahnen deshalb bei der Nutzung von KI zur Therapieplanung zur Vorsicht. Das gelte vor allem, wenn Entscheidungen über eine Operation anstehen. Mit 11 Fällen war die Studie allerdings relativ klein. Allgemeingültige Aussagen lassen sich aus der Studie daher noch nicht ziehen.
Quelle: Ärzteblatt
Unterschätztes Krebsrisiko

Häufiger als gedacht
Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Jede*r Zweite betroffen
Wie ist das Wissen über Krebs in der Bevölkerung? Das wollten Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) genauer wissen. Sie haben deshalb über 1500 Menschen zu verschiedenen Aspekten von Krebs befragt. Besonders auffällig: Nur 12 % der Befragten halten ihr persönliches Krebsrisiko für eher hoch oder sehr hoch. Tatsächlich erkrankt aber fast jede zweite Person im Laufe ihres Lebens an Krebs.
Früherkennung wenig genutzt
Auch ihr eigenes Verhalten schätzten viele Befragte zu positiv ein: Zwei Drittel bescheinigten sich selbst eine gesunde oder sehr gesunde Lebensweise. Und das, obwohl ein erheblicher Teil von Bewegungsmangel, Übergewicht oder regelmäßigem Tabak- und Alkoholkonsum berichtete – alles Risikofaktoren für Krebs. Auch Angebote zur Früherkennung bleiben oft ungenutzt: Nur 42 % nehmen sie regelmäßig wahr, 23 % ab und zu. Als Gründe nannten die Befragten ein gering empfundenes Krebsrisiko, aber auch fehlende Motivation, Informationsmängel oder Angst vor der Untersuchung.
Mehr Beratung gewünscht
Zentral sind gute Informationen: Fühlten sich Befragte besser informiert, dann nutzten sie auch eher Angebote zur Früherkennung. Doch hier besteht Nachholbedarf, denn etwa zwei von drei Befragten wünschten sich mehr Informationen oder bessere Beratung. Doch Informationen allein reichen noch nicht aus, um sich gesünder zu verhalten oder Prävention wahrzunehmen. Entscheidend sei vielmehr, den Bezug zum eigenen Risiko und zum eigenen Verhalten herzustellen, betont die Autorin der Studie. Als wichtigste Informationsquelle dienten zumeist die Arztpraxen. Möchten sich Personen besser über das eigene Krebsrisiko informieren, dann sprechen sie das Thema am besten beim nächsten Besuch in der Arztpraxis an.
Quelle: Ärzteblatt
Antidepressiva schrittweise absetzen?

Studie zu Symptomen
Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?
Nocebo statt Placebo
Im Schnitt ein Jahr lang nehmen Menschen mit Depressionen ihre Medikamente ein. Wer die Medikamente dann wieder absetzt, leidet in jedem dritten Fall zunächst einmal unter Absetzsymptomen. Das sind dann zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit. Eine Studie mit rund 20 000 Personen sagt nun, dass einige dieser Symptome gar nicht echt wären. Sie seien dem „Nocebo-Effekt“ zuzuschreiben, dem Gegenstück zum Placebo-Effekt. Beim Placebo-Effekt bemerken Patient*innen trotz fehlendem Wirkstoff in ihrem Medikament eine Verbesserung. Beim Nocebo-Effekt spüren die Patient*innen Absetz-Symptome, obwohl sie vorher gar keinen Wirkstoff erhalten haben.
Dosis langsam reduzieren
Die Studie kam auch zu einem weiteren interessanten Ergebnis: So machte es keinen Unterschied, ob die Medikamente schrittweise oder sofort komplett abgesetzt wurden. Das widerspricht der gängigen Empfehlung, Antidepressiva auszuschleichen, also die Dosis langsam zu reduzieren. Fachleute zeigen sich dem Ergebnis gegenüber skeptisch – die Studie reiche nicht aus, um zuverlässig zu diesem Schluss zu kommen. Das räumen auch die Forschenden selbst ein.
Immer in Begleitung einer Ärzt*in
Außerdem betonen die Forschenden, dass jedes Absetzsymptom ernst zu nehmen ist und mit der Ärzt*in abgeklärt werden sollte – ganz egal, ob „real“ oder nicht. Das Absetzen der Antidepressiva sollte zudem immer von einer Ärzt*in begleitet werden. Und nicht zuletzt müsse man auch unterscheiden, ob die Symptome tatsächlich auf das Absetzen der Medikamente zurückgehen oder ob es sich um einen Rückfall handelt.
Quellen: Deutsches Ärzteblatt
Hautreizung unter Windeln vermeiden

Ob Baby oder alter Mensch
Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?
Bei Erwachsenen nicht von Windeldermatitis sprechen
Hautirritationen unter der Windel drohen nicht nur bei Säuglingen und Kleinkindern. Auch ältere Menschen leiden schnell darunter, wenn sie aufgrund einer Inkontinenz in entsprechende Windeln oder Plastikhosen gepackt werden. Während man bei Säuglingen von einer Windeldermatitis spricht, heißt die Erkrankung bei Erwachsenen Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD).
Ob Windeldermatitis oder IAD, ob Kind oder Erwachsener – die Ursache der Hautreizung ist immer ein Zusammenspiel folgender Faktoren:
- Okklusionseffekt, d.h. die meist luftdicht abgeschlossen sitzende Windel
- Feuchtes und warmes Klima unter der Windel
- Reibung des Materials an der im Intimbereich besonders sensiblen Haut
- Druckstellen
- Kontakt mit Stuhl und Urin.
Bei milden Verläufen ist die Haut nur gerötet. Kommt es zu Pusteln und Papeln, sind häufig Bakterien oder Pilze beteiligt. In diesen Fällen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Das Gleiche gilt, wenn eine milde Dermatitis trotz der im Folgenden beschriebenen Maßnahmen nicht besser wird.
Windelfreie Zeit einplanen
Zur Behandlung der Windeldermatitis oder IAD empfehlen Hautärzt*innen eine windelfreie Zeit im Tagesablauf, damit die Haut sich an der Luft erholen kann. Zudem sollte die Windel alle zwei bis drei Stunden gewechselt werden, damit Ausscheidungen so kurz wie möglich Kontakt mit der Haut haben. Es gibt bei den Windeln auch Unterschiede: Produkte mit absorbierenden Gelen binden die Feuchtigkeit besser und sind vor allem im Fall einer bereits erkrankten Haut eine gute Wahl.
Gereinigt wird der gestresste Bereich am besten mit öligen Pflegetüchern oder klarem Wasser. Die Produkte sollen duft- und alkoholfrei sein, und zum Eincremen sollten milde Cremes verwendet werden. Zusätzlich helfen Sitzbäder mit Kamille und Gerbstoffen, damit die betroffene Haut wieder heilt. Um zu verhindern, dass die Hautreizung erneut auftritt, sind spezielle zinkhaltige und pflegende Hautschutzcremes hilfreich.
Inkontinenzhilfen wechseln kann helfen
Die IAD von Erwachsenen wird prinzipiell genauso behandelt wie die Windeldermatitis bei Kindern. In Fällen, in denen es immer wieder zu einer IAD kommt, müssen die behandelnden Ärzt*innen manchmal andere Inkontinenzmaßnahmen verschreiben. Eine Option ist ein Blasenkatheter, bei Stuhlinkontinenz können auch Analtampons helfen, dass der Kontakt der Ausscheidungen zur Haut minimiert wird.
Quelle: ptaheute























