Was können wir für Sie tun?
Beratung
Wechselwirkungen? Unverträglichkeiten? Welches rezeptfreie Medikament hilft mir? Wir beraten Sie gerne!
Rezept-Reservierung
Reservieren Sie Ihr Rezept per E-Mail!
Einfach Reservierung an uns schicken und Sie erhalten Rückmeldung wann Ihr Medikament zur Abholung bereit ist.
Fragen & Antworten
Sie haben allgemeine Fragen zu Medikamenten oder zu organisatorischen Abläuften in unserer Apotheke? Hier finden Sie die Antworten.
Kundenkarte
Kennen Sie schon unsere Kundenkarten?
Informieren Sie sich hier, welche Vorteile sie Ihnen bringt.
Geräteverleih
Oft werden medizinische Geräte nur für einen kurzen Zeitraum benötigt.
Wir haben eine Auswahl an Geräten zum Verleih.
Apotheken Notdienst
Plötzlich krank geworden?
Der Apotheken-Notdienst hilft Ihnen auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten.
Angebote und Aktuelles aus unserer Apotheke
Vorteile unserer Kundenkarte
Gesundheitsratgeber
Augentropfen: 10 häufige Fehler

Was schief gehen kann
Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.
Fehler vermeiden -von Schütteln bis Anwärmen
- Die Augentropfen sind kalt. Durch die zu niedrige Temperatur lösen sie einen verstärkten Lidschlag aus. Der Wirkstoff wird dann zu schnell vom Auge "weggeblinzelt". Wärmen Sie Augentropfen vor der Anwendung also am besten in der Hand etwas an.
- Schütteln vergessen. Wässrige Augentropfen müssen vor der Anwendung gut geschüttelt werden. Denn die Wirkstoffe setzen sich oft am Boden der Flasche ab und verteilen sich erst durch das Schütteln wieder gleichmäßig in der Flüssigkeit.
- Die Spitze der Augen berührt die Hände, Lider oder Augen. Augentropfen können schnell verkeimen und sollten deswegen kontaktlos verwendet werden. Im Zweifel sollten Sie lieber ein neues Fläschchen besorgen.
- Mehrere Personen teilen sich die Augentropfen. Jedes Fläschchen darf nur von einer Person verwendet werden. Die Gefahr ist sonst groß, dass Keime von Auge zu Auge wandern.
- Blinzeln nach dem Eingeben der Augentropfen. Versuchen Sie, direkt nach dem Einträufeln nicht zu blinzeln. Sonst wird der Wirkstoff zu schnell vom Auge abtransportiert. Es kann helfen, beim Eingeben mit den Augen fest einen Punkt zu fixieren.
- Mehrere Tropfen gelangen ins Auge. Das Auge kann nur einen Tropfen Flüssigkeit aufnehmen. Geben Sie mehr ins Auge, waschen Sie den Wirkstoff aus, anstatt die Wirkung zu steigern.
- Unverschlossen lagern. Augentropfen müssen immer mit geschlossener Schutzkappe gelagert werden, um eine Verunreinigung zu verhindern.
- Bei falscher Temperatur lagern. Auf der Packungsbeilage können Sie nachlesen, ob Sie die Augentropfen bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank lagern müssen.
- Haltbarkeitsdauer überschritten. Halten Sie sich streng an die angegebene Haltbarkeitsdauer – diese beträgt manchmal nur einige Tage. Auch wenn das Fläschchen noch nicht leer ist, dürfen Sie das Medikament danach nicht mehr anwenden, weil es möglicherweise verkeimt ist.
- Kontaktlinse im Auge. In aller Regel müssen Sie die Kontaktlinsen herausnehmen, ehe Sie die Augentropfen verwenden. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrer Augenärzt*in oder Ihrer Apotheker*in.
Tipp: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das richtige Eingeben von Augentropfen finden Sie hier.
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster
Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.
Von außen ins Gelenk
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac oder Piroxicam hemmen Entzündungen und lindern Schmerzen. Doch müssen die Wirkstoffe immer auch geschluckt werden? Wahrscheinlich nicht, ergab nun eine neue Meta-Analyse. Diese zeigte, dass äußerlich aufgetragene NSAR ebenso bis in das Gelenk eindringen. Sie reichern sich dort z. B. in den Menisken und in der Gelenkflüssigkeit an und lindern vermutlich dadurch den Arthroseschmerz.
Am stärksten wirksam erwies sich der Wirkstoff Diclofenac als Pflaster, gefolgt von Ibuprofen, Piroxicam, Diclofenac-Gel und Ketoprofen. Auch die Gelenkfunktion wurde durch die lokal aufgetragenen NSAR verbessert. Hier war Piroxicam Spitzenreiter, gefolgt von Ibuprofen, Diclofenac-Pflaster und Ketotifen. Wer sich nicht sicher ist, welcher Wirkstoff für ihn geeignet ist, bespricht das am besten mit seiner Apotheker*in oder Ärzt*in.
Nebenwirkungen an der Haut möglich
Der große Vorteil der Pflaster und Gele: Häufige Nebenwirkungen von NSAR in Tablettenform wie Sodbrennen und Magenschmerzen lassen sich wahrscheinlich vermeiden. Und während die Tabletten auf Dauer das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können, ist dieser Effekt bei Gelen oder Pflastern nicht zu erwarten. Da die analysierten Studien jedoch nicht länger als 12 Wochen dauerten, ist eine Aussage zur Sicherheit bei längerfristiger Anwendung noch nicht möglich.
Ganz ohne Nachteil sind aber auch die äußerlichen Präparate nicht. Manche Patient*innen zeigten Hautirritationen wie Trockenheit, Juckreiz oder allergische Reaktionen. Vor allem beim Wirkstoff Ketoprofen sollte man darauf achten, die behandelten Hautpartien keiner UV-Bestrahlung auszusetzen. Das eingeschmierte Knie sollte also bedeckt werden. Denn sonst droht schlimmstenfalls eine Fotodermatitis.
Quelle: Arzneiverordnung in der Praxis
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar
Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.
Mehr als Regelschmerzen
Wiederkehrende Unterleibsschmerzen sind eine Belastung. Für manche Frauen sind die Schmerzen so stark, dass der Alltag an manchen Tagen stark eingeschränkt ist. Oft treten die Schmerzen in Zusammenhang mit der Monatsblutung auf und werden deshalb einfach als „normale Regelschmerzen“ akzeptiert. ,Bei wiederkehrenden Schmerzen lohnt sich deshalb eine Besprechung in der Frauenarztpraxis.
Schmerzen einordnen
Bevor der Termin in der Praxis ansteht, hilft es oft, die Beschwerden einzuordnen. Diese wichtigen Fragen werden wahrscheinlich auch in der Praxis gestellt:
- Wann treten die Schmerzen auf? Gibt es einen Zusammenhang z. B. mit der Menstruation, mit Stress, Bewegung, der Sexualität oder dem Toilettengang?
- Wir stark sind die Schmerzen?
- Kommen weitere Beschwerden vor wie Ausfluss, Fieber, Blutungsstörungen oder Probleme beim Toilettengang?
- Helfen Medikamente oder andere Maßnahmen?
Durch die Beantwortung der Fragen kommen Ärztinnen und Ärzte einer Diagnose näher. In komplizierteren Fällen hilft es auch, ein Schmerztagebuch zu führen, um das Auftreten der Schmerzen schriftlich oder digital festzuhalten.
Endometriose ist häufig
Eine relativ häufige Ursache für wiederkehrende Bauchschmerzen ist die Endometriose. Bei dieser Krankheit lagert sich Gewebe, dass der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, im Bauchraum oder auch in der Gebärmutter an. Weil dieses Gewebe mit dem Zyklus wächst, entstehen dabei zyklusabhängige Schmerzen. Daneben gibt es viele weitere Ursachen wie Myome, Ovarialzysten oder Verwachsungen.
Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
Schmerzen an der Vulva, also dem äußeren Genitale, entstehen hingegen bei der Vulvodynie. Dies macht sich mit Beschwerden beim Geschlechtsverkehr bemerkbar, aber möglicherweise auch beim Radfahren, Sitzen oder Tragen enger Kleidung. Die Beschwerden reichen von einem Wundheitsgefühl über ein Brennen oder Stechen bis hin zu Schmerzen. Ursächlich sind beispielsweise Infektionen, hormonelle Veränderungen oder auch Beckenbodenprobleme. Überhaupt sind Beckenbodenprobleme nicht selten. Diese können sich auf verschiedenste Weise äußern, z. B. auch durch Probleme beim Wasserlassen.
Beratung in der Arztpraxis
Frauen müssen diese Beschwerden nicht über sich ergehen lassen. Wenn Probleme bestehen, sprechen Sie dies am besten spätestens bei der gynäkologischen Kontrolle an. Denn nur durch gezielte Diagnostik und Therapie lassen sich die Ursachen behandeln.
Quelle: Frauenärzte im Netz
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente
Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.
Zu viel ASS oder Magenschutz
Die Arzneimittelversorgung älterer Menschen ist problematisch, wie eine Analyse der deutschen NAKO-Gesundheitsstudie des DKFZ Heidelberg zeigt. Untersucht wurden Daten von 54.296 Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren aus 18 Studienzentren in Deutschland. Das Ergebnis: 26 Prozent der Senior*innen erhielten in der Woche vor der Erhebung mindestens ein potenziell ungeeignetes Medikament.
Häufige Beispiele für Übergebrauch waren niedrig dosierte Acetylsalicylsäure (ASS) ohne klare Diagnose, Protonenpumpenhemmer ohne dokumentierte Notwendigkeit sowie menopausale Hormontherapien.
Wechselwirkungen nicht beachtet
Besonders oft betroffen waren Patient*innen mit Parkinson, Epilepsie und Depressionen. Bei Parkinson war das Risiko für eine unangemessene Medikation 16-fach erhöht, bei Epilepsie 4,3-fach und bei Depressionen 2,1-fach. Meist handelte es sich um komplexe Therapien mit Medikamenten, bei denen Wechselwirkungen und Langzeittherapien eine Rolle spielen.
Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind relevant: Bei Bluthochdruck war das Risiko für unangemessene Medikamente 4,5-ach erhöht. Auch hier wurden Kombinationen eingesetzt, die für ältere Menschen als kritisch eingestuft werden.
Gefährliche Unterversorgung
Neben der Überversorgung wies die Studie auch auf Unterversorgungen hin: Mehr als die Hälfte der Menschen mit Osteoporose erhielt keine adäquate Therapie, ebenso bestanden Defizite bei Vorhofflimmern und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. Im Fall der Osteoporose ist dies besonders kritisch, da unbehandelte Fälle das Risiko für Hüftfrakturen deutlich steigern. Beim Vorhofflimmern werden ohne ausreichende Antikoagulation Schlaganfälle begünstigt.
Auf dem Land noch ausgeprägter
Besonders auffällig war die regionale Verteilung: In Großstädten wie Hamburg traten deutlich weniger problematische Verschreibungen auf als in ländlichen Regionen. Als mögliche Gründe nennt die Arbeitsgruppe eine höhere Arztdichte sowie einen höheren sozioökonomischer Status. In ländlichen Regionen Ostdeutschlands, etwa in Neubrandenburg und Demmin, wurden dagegen besonders häufig unangemessene Verordnungen gefunden.
Zusätzlich identifizierte die Studie Einflussfaktoren wie niedriges Einkommen, Rauchen, Adipositas und Bewegungsmangel, die das Risiko für eine unangemessene Medikation erhöhen. Überraschend war auch, dass Alkoholabstinenz mit höheren Risiken assoziiert war, vermutlich aufgrund bestehender Vorerkrankungen.
Quelle: Ärztezeitung























