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Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?

Oft nur kurzfristige Linderung
Ob Akupunktur, Massagen oder Bewegung - es gibt viele Strategien, die Rückenschmerzen lindern. Aber leider halten viele Effekte scheinbar nur kurzfristig an.
Viele Behandlungsoptionen
15 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Neben den individuellen Einschränkungen haben Rückenschmerzen deshalb auch wirtschaftlich eine große Bedeutung: Sie sind einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Dabei ist das Therapieangebot gegen Rückenschmerzen groß. Dies umfasst viele konventionelle Maßnahmen wie Akupunktur, Elektrotherapie, Bewegungstherapie, manuelle Therapie oder Massage – und sogar Operationen.
Aktiv und passiv gleich wirksam
Positiv ist, dass all diese Behandlungsformen die Schmerzen tatsächlich etwas lindern können. Eine neue Studie mit über 71 000 Teilnehmenden zeigte allerdings: Die Effekte halten im Schnitt nur 10 bis 12 Wochen an. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Behandlungen passiv waren oder wie bei der Bewegungstherapie mit aktiver Mitwirkung der Patient*innen.
Gesundheitscoaching als Alternative
Doch was können Betroffene tun, damit die Rückenschmerzen auch längerfristig verschwinden? Studienleiter Daniel Belavy von der Hochschule Bochum hält einen Wechsel in der Behandlungsstrategie für nötig: „Aus diesem Grund brauchen wir Ansätze, die Patient*innen mit anhaltenden Rückenschmerzen dabei helfen, sich selbst besser zu helfen – zum Beispiel durch Gesundheitscoaching.“
Verhaltensänderung statt kurzfristiger Therapie
Konkret bedeutet das: Rückenschmerzen haben meist unterschiedliche Ursachen. Und diese gilt es langfristig abzustellen. In diesem Sinne ginge es dann weniger um kurze Behandlungszyklen, sondern eher um Selbstmanagement, Lebensstil- und Verhaltensänderungen sowie eine kontinuierliche Begleitung. Noch ist aber nicht klar, ob Belavy mit seiner Annahme Recht hat. Denn noch fehlen große, aussagekräftige Studien, die das bestätigen.
Quellen:Hochschule Bochum, Amboss
Kein Magenkrebs durch Langzeit-PPI

Entwarnung beim Magenschutz
Lange galt die Sorge, dass eine dauerhafte Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) das Risiko für Magenkrebs erhöhen könnte. Eine große aktuelle Studie gibt nun Entwarnung.
Magenschutz wird häufig verordnet
Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol verringern die Produktion von Magensäure. Sie werden häufig bei Magengeschwüren oder Reflux (Sodbrennen und saures Aufstoßen) verordnet. Außerdem schützen sie den Magen, wenn Medikamente eingenommen werden, die die Magenschleimhaut angreifen können. Dazu gehören z. B. bestimmte Schmerzmittel wie Diclofenac oder andere nicht steroidale Antirheumatika (NSAR).
Frühere Studien zufolge gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Magenkrebsrisiko unter einer langfristigen PPI-Therapie. Schwedische Forschende haben diesen möglichen Zusammenhang nun erneut untersucht. Dazu verglichen sie die Daten von mehr als 17.000 Menschen mit Magenkrebs mit denen von rund 170.000 krebsfreien Personen.
PPI-Einnahme unterschied sich kaum
Das Ergebnis: 10,2 Prozent der Menschen mit Magenkrebs hatten mindestens ein Jahr lang PPI eingenommen, in der Vergleichsgruppe waren es 9,5 Prozent. Dieser geringe Unterschied war statistisch nicht bedeutsam. Auch nachdem Faktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Begleiterkrankungen oder eine Behandlung gegen den Magenkeim Helicobacter pylori berücksichtigt worden waren, blieb das Ergebnis unverändert.
Eine langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern erhöht das Risiko für Magenkrebs offenbar nicht, schlussfolgern die Forschenden aus ihren Ergebnissen. Dass frühere Studie Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch PPI erbracht haben, führen sie vor allem auf methodische Schwächen der damaligen Untersuchungen zurück.
Unentdeckten Magenkrebs ausschließen
Um solche Mängel zu vermeiden, wurde die aktuelle Studie besonders sorgfältig geplant. So schlossen die Forschenden die PPI-Einnahme im Jahr vor der Krebsdiagnose von der Auswertung aus. Denn erste Beschwerden eines noch unentdeckten Magenkrebses werden häufig bereits mit Protonenpumpenhemmern behandelt. Das kann den falschen Eindruck erwecken, die Medikamente hätten den Krebs verursacht.
Quelle: Ärztezeitung
Magen-Darm-Infekt vom Küchenschwamm

Gefährliche Keimschleuder
Ein Küchenschwamm kann sauber aussehen und trotzdem Millionen Bakterien beherbergen. Damit über die Arbeitsflächen keine Krankheitserreger auf Speisen übertragen werden, sollte man ein paar Hygieneregeln beachten.
Darmbakterien überleben tagelang
Ob Geschirr spülen, die Arbeitsplatte abwischen oder den Herd reinigen – der Küchenschwamm gehört in fast jedem Haushalt zur Grundausstattung. Doch ausgerechnet der praktische Alltagshelfer kann sich schnell in eine Keimschleuder verwandeln. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Demnach können sich in Küchenschwämmen krankmachende Bakterien wie Salmonellen oder Escherichia coli stark vermehren und tagelang überleben.
Das Problem: Feuchtigkeit, Wärme und kleine Speisereste bieten ideale Bedingungen für Bakterien. Selbst wenn ein Schwamm äußerlich sauber aussieht, normal riecht und sich nicht schmierig anfühlt, kann er bereits stark mit Keimen belastet sein. Auf Aussehen oder Geruch sollte man sich deshalb nicht verlassen.
Kleine Kinder besonders gefährdet
In der genannten Studie vermehrten sich die untersuchten Krankheitserreger innerhalb weniger Tage deutlich. Selbst eine mehrtägige Trockenphase überstanden viele Bakterien. Besonders kritisch: Schon leichter Druck auf den Schwamm genügte, damit Keime auf Arbeitsflächen, Schneidebretter oder Geschirr übertragen wurden. Gelangen sie anschließend auf Lebensmittel, die roh verzehrt werden, kann das zu Magen-Darm-Infektionen führen. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Oft austauschen, nach Fleischkontakt wegwerfen
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken.
- Schwämme sollten nach Gebrauch gründlich ausgespült und möglichst luftig getrocknet werden.
- Außerdem sollten Schwämme regelmäßig ausgetauscht werden – etwa einmal pro Woche oder früher, wenn sie intensiv genutzt werden.
- Die Keimbelastung lässt sich auch mit Hitze reduzieren. Dafür muss der Schwamm allerdings etwa zwei Minuten lang mit über 70 Grad heißem Wasser behandelt werden.
- Wurden die Schwämme zum Reinigen von Flächen verwendet, die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, sollten sie anschließend entsorgt werden.
In Haushalten mit älteren oder chronisch kranken Menschen ist ganz besonders auf Hygiene zu achten. Hier ist es sinnvoll, statt eines Schwamms eine Spülbürste oder waschbare Spültücher zu verwenden. Denn diese können nicht nur gut in der Spül- oder Waschmaschine gereinigt werden. Sie trocknen nach dem Benutzen schneller und bieten Bakterien schlechtere Lebensbedingungen.
Reisen mit der Anti-Baby-Pille

Tipps für den Urlaub
Eine größere Reise bringt einige Herausforderungen mit sich. Neben dem Packen und der Anfahrtsplanung sollte dabei auch die Verhütungsplanung mit der Anti-Baby-Pille nicht vergessen werden.
Nicht überall erhältlich
Der erste Schritt beginnt beim Packen. Denn möglicherweise ist Ihr Präparat im Ausland nicht erhältlich, ein Nachkaufen nicht möglich. Im Gepäck sollten deshalb genug Anti-Baby-Pillen sein, um die gesamte Reisezeit abzudecken. Einige zusätzliche Tabletten als Reserve helfen, einen höheren Verbrauch auszugleichen – z. B. wenn Sie Tabletten erbrechen und daher neue einnehmen müssen. Auch ein Durchfall als typische Reisekrankheit ist problematisch, denn dann wird der Wirkstoff zu schnell ausgeschieden. Die Pille kann so Ihre Wirkung verlieren. Das gilt auch, wenn die Tabletten zu warm werden. Die richtige Lagerung ist deshalb wichtig. Die Pillenpackung sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und möglichst kühl gelagert werden. Wenn Zweifel an der Wirkung der Anti-Baby-Pille bestehen, sollte zusätzlich mit Kondomen verhütet werden.
Greifbar im Handgepäck
Zurück zum Gepäck: Anti-Baby-Pillen gehören wie andere wichtige Medikamente in das Handgepäck. So sind die Pillen auch dann verfügbar, wenn das Gepäck verloren gehen sollte oder im falschen Flieger landet. Für den Fall, dass die Pillen dennoch verloren gehen: Notieren Sie sich vorher, welche Wirkstoffe in welcher Dosierung Ihre Anti-Baby-Pille enthält. Das erleichtert die Suche nach einem Ersatzpräparat im Ausland.
Zeitverschiebung beachten
Anti-Baby-Pillen wirken nur dann, wenn die Abstände zwischen den Tabletten eingehalten werden. Die Pillen sollten deshalb jeden Tag zur gleichen Zeit genommen werden. Doch wie geht man am besten mit der Zeitverschiebung um? Das hängt von den Wirkstoffen ab. Östrogen-Gestagen-Präparate (Kombipillen) wirken auch noch, wenn die Zeit zwischen zwei Pillen 36 Stunden beträgt. In diesem Falle können Sie die Pille zur gewohnten Zeit nehmen, wenn die Zeitverschiebung unter 12 Stunden liegt. Bei anderen Präparaten ist das schwieriger, insbesondere bei reinen Gestagen-Präparaten wie der Minipille. Levonogestrel muss beispielsweise spätestens 27 Stunden nach der letzten Pille eingenommen werden. Wenn die Zeitverschiebung also über 3 Stunden beträgt, müssen Sie den Einnahmerhythmus anpassen.
„Zwischenpille“ bei langer Zeitverschiebung
Bei zu langer Zeitverschiebung wird eine „Zwischenpille“ eingeschoben. Dazu nehmen Sie 12 Stunden nach der letzten Pille die „Zwischenpille“ ein. Die nächste Pilleneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Tageszeit. Beispiel: Sie nehmen Levonogestrel und fliegen von Berlin nach New York, die Zeitverschiebung beträgt 6 Stunden. Sie nehmen die Pille vor dem Abflug wie gewohnt um 7 Uhr. Um 19 Uhr Berliner Zeit nehmen Sie die Zwischenpille ein. In New York nehmen Sie die Tabletten dann wieder wie gewohnt um 7 Uhr.
Quellen:























